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Magna migriert heterogene IT-Infrastruktur nach Schleusenprinzip

Die Ausgangslage: 34 Standorte – und keiner wie der andere

Magna ist einer der weltweit führenden Automobilzulieferer, mit über 150.000 Mitarbeitern und 312 Produktionsstätten sowie 98 Zentren für Produktentwicklung, Engineering und Vertrieb in 29 Ländern. Wenn ein Konzern Teile seines Geschäfts verkauft, dann sind nicht nur Produktionsanlagen, Verwaltungseinheiten oder Personal neu zu organisieren. Auch die IT-Infrastruktur der abgegebenen Einheiten muss sauber vom Rest gelöst und in die IT des Käufers integriert werden – sicher und ohne Verluste. Vor dieser besonderen IT-Migrationsaufgabe stand Magna, als das Unternehmen sich im Jahr 2015 von seiner Interieur-Sparte trennte.

Das Ziel: Effizient, sicher und schnell

Im Rahmen des Verkaufs waren unter anderem die PC- und Serverinfrastrukturen inklusive der dazu gehörenden Daten an insgesamt 34 Standorten des Unternehmens in Nordamerika, Europa und Asien von den Magna-Systemen in die des Käufers zu überführen.

„Eine besondere Herausforderung dabei bildete die sehr heterogene IT-Infrastruktur von Magna“, erläutert Walter Pinczolits, IT Tower Manager bei Magna Europe und als Projektleiter für die Active Directory- und Datenmigration verantwortlich. „Wir konnten also nicht einfach eine Blaupause erstellen und auf alle Standorte anwenden, sondern mussten verschiedene individuelle Lösungen erarbeiten.“

Microsoft Active Directory (AD) ist ein Verzeichnisdienst, zur Verwaltung von IT Ressourcen wie Anwendern, Gruppen und Computern. Diese Struktur bildet das Nervensystem zur generellen Authentifizierung und Autorisierung von Zugriffen.

Höchste Datensicherheit und eine Migration ohne Unterbrechung des Betriebs an den Standorten – das waren zwei der wichtigsten Anforderungen von Magna an das Projekt. Es sollte zu keiner Zeit eine direkte Verbindung zwischen den Systemen von Käufer und Verkäufer bestehen, um unberechtigten Datenzugriff auszuschliessen. Dafür suchte Magna nach einem zuverlässigen Partner mit ausgewiesenen Stärken sowohl bei Beratung und Planung als auch bei der Umsetzung. Ein besonderes Kriterium dabei: Die Berater sollten „remote“ arbeiten – also nicht vor Ort an den Standorten jeden Handgriff und jeden Klick selbst durchführen, sondern die lokalen IT-Kräfte in die Lage versetzen, die Migration weitgehend selbst zu bewerkstelligen.

Die Lösung: Migration nach Schleusenprinzip, durch Mitarbeiter vor Ort

Nach dem Vergleich der Kompetenzen verschiedener Anbieter und einer intensiven betriebswirtschaftlichen Betrachtung, fiel schliesslich die Entscheidung, Avanade für dieses komplexe Migrationsprojekt als Beratungs- und Umsetzungspartner hinzuzuziehen. Gemeinsam mit Avanade entwickelten Walter Pinczolits und sein Team daraufhin eine Migrationsstrategie, die Daten- und Betriebssicherheit sowie die Kosten gleichermassen berücksichtigte.

„Die Migration funktionierte wie in einer Schleuse“, erklärt Pinczolits. „Wir haben die betroffenen AD-Strukturen zunächst in ein eigens dafür aufgebautes temporäres AD überführt. Anschliessend wurden die Verbindungen zu Magna gekappt und dann aus dem temporären AD in die IT des Käufers migriert.“

Zuvor waren die lokalen IT-Mitarbeiter an den 34 Standorten sowie die zentrale Magna-IT von Avanade so geschult worden, dass sie die Migration weitgehend selbstständig oder remote angeleitet durchführen konnten. Bestimmte Aufgaben, die besonderes Know-how erforderten, erledigten die Avanade Experten remote selbst – zum Beispiel bei den Themen Login, Zugriffsberechtigungen und Terminal Services, bei der Migration von NetApp oder rund um vSphere, SQL, DFS-N etc.

Die Ergebnisse: Zeit- und Kostenrahmen eingehalten – Folgeprojekt läuft

„Dass wir dieses wichtige und in seinen Details äusserst komplexe Projekt in time und in Budget durchführen konnten, haben wir Avanade und der hervorragenden Unterstützung durch unsere Ansprechpartner zu verdanken“, betont Walter Pinczolits. Dabei unterstreicht der Magna Projektleiter neben der strategischen und methodischen Kompetenz vor allem auch die Flexibilität und das Gespür im Umgang mit kulturellen Unterschieden.

„Wenn eine zentrale Magna-IT, lokale Standort-IT und Käufer-IT zusammen an einem Projekt arbeiten, dann stösst man dann auch schon mal auf Differenzen – die unser Avanade Projektleiter durch geschickte Moderation lösen konnte“, erinnert sich Pinczolits. Der Betrieb an den Standorten lief während der Migrationsphase unbeeinträchtigt weiter. Über 10.000 PC Arbeitsplätze und Server wurden – vorzugsweise nachts und am Wochenende – in die Käufer-IT überführt, ohne dass die Anwender davon etwas mitbekamen. „Die haben sich abends in der Magna-IT abgemeldet und am nächsten Arbeitstag in der Käufer-IT, die aus über 12.000 Accounts besteht, angemeldet – ohne einen Unterschied zu bemerken“, unterstreicht Pinczolits.

Aufgrund der rundum gelungenen Zusammenarbeit haben Magna und Avanade in der Zwischenzeit bereits ein strategisch wichtiges Folgeprojekt in Angriff genommen. „Dabei geht es um die Zentralisierung und Konsolidierung der Magna Active Directory- und Messaging-Landschaft“, erläutert Walter Pinczolits. „Nach den bisherigen Erfahrungen mit Avanade wissen wir, dass wir uns dafür keinen besseren Partner wünschen können.“

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