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Wird der „Sidecar Approach“ zum Wegbereiter der cloud-nativen Organization?

  • Veröffentlicht am 1, Februar 2021
  • Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
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Legacy Anwendungen, die Geschäftslogik in veralteten Systemarchitekturen oder Code abbilden, sind nach wie vor einer der Hauptursachen für langsames Wachstum und verminderte Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen.

Die großen Hyperscaler Unternehmen wie Microsoft, Amazon und Google sind mit ihren Diensten Microsoft Azure, AWS und Google Cloud inzwischen zum Wachstumsmotor für die globale Wirtschaft geworden. Denn sie stellen mit ihren Services das Digitalisierungs-Backend bereit und entwickeln sie mit massiven Investitionen in Rekordtempo weiter. Das hat zur Folge: Alle branchen- oder kundenfokussierten Unternehmen bilden das Digitalisierungs-Frontend und müssen sich zu cloud-nativen Unternehmen umbauen. Warum? Nur so können sie das Backend vollumfänglich nutzen.

Gerade große Konzerne tun sich schwer, Legacy-Applikationen zu erneuern, die kritische Geschäftsprozesse unterstützen – die Umstellung von Prozessen, neue Schulungen und der Kostenaufwand sind nicht zu unterschätzen. Aber genau das wäre notwendig, um etwa cloud-native Services einzubinden, die die selbstentwickelten Systeme innovativ überholt haben.

Ein kompletter Ersatz dieser Systeme durch Cloud Anwendungen ist auch keine sinnvolle Alternative, da man auf die wertvollen Daten verzichten müsste, die über die Bestandssysteme über die Jahre bereitgestellt wurden. Genau diese Daten aber stellen im Zusammenspiel mit den funktional überlegeneren Cloud Services den entscheidenden Wettbewerbsfaktor dar.

Mit dem „Sidecar Approach“ Altanwendungen auslagern

Eine möglicher Zwischenweg ist ein Architekturparadigma, das als „Sidecar Approach“ bekannt ist. Beim Sidecar-Pattern werden nicht funktional relevante Prozesse aus der Bestandsapplikation in eine andere, z.B. in der Cloud bereitgestellte Applikation ausgelagert. Typischerweise handelt es sich hier um Logging oder Monitoring-Prozesse. Die Bestandsanwendung muss dabei nicht verändert werden!

Weniger restriktiv gedacht, lassen sich aber auch relativ gut abgrenzbare Teilfunktionalitäten aus der Altanwendung in einer Sidecar Applikation auslagern. Das kann zum Beispiel ein Registrierungsprozess über ein Formular sein, oder ein Bezahlvorgang. Damit wird die Bestandsanwendnung entlastet und es werden die Weichen gestellt, um künftig weitere Prozesse auf Cloud Services auszulagern.

Neue Erlösquellen durch überschaubares Investitionsbudget

Die ausgelagerten Prozesse profitieren von der vereinfachten Integration mit Artificial Intelligence und Machine Learning Interfaces und sie können - wie cloud-native Anwendungen auch - schnell auf veränderte Marktbedingungen angepasst werden. Damit kann ein Unternehmen mit überschaubarem Investitionsbudget neue Erlösquellen erschließen, in dem z.B. bestehenden Kunden neue Dienstleistungen angeboten werden.

Erfahrungsgemäß entsteht aber auch schon alleine durch die Nutzung von cloud services ein Veränderungsdruck in Unternehmen, auch zukünftig schneller auf Veränderungen im digitalen Backbone reagieren zu können und auf Basis neuer dort angebotener Services schnell neue innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

API-basierte Integrationsarchitektur

Microsoft investiert kontinuierlich in spezialisierte cloud Platformen wie Azure IoT, das in wenigen Monaten vom Hub zum digital Twin weiterentwickelt wurde. Unternehmen, die cloud basierte IoT services in ihrer Produktion einsetzen, müssen in der Lage sein, ihre Integrationslösungen mit diesen Services ständig hinterfragen und erneuern.

Zudem gilt es auch die jeweiligen Innovationszyklen und Prozesse auf die Anforderungen des digitalen „Backbones“ hin anzupassen. Das wiederum geschieht durch die Umstellung zu cloud basierten Entwicklungs- und Deploymentprozessen und durch die schrittweise Einführung von API-basierten Integrationsarchitekturen.

Die Veränderung muss also nicht im Rahmen einer großen Transformation geschehen, sondern kann durchaus schrittweise erfolgen und das kann sich als Vorteil erweisen, in zweierlei Hinsicht. Einmal, um so schnell wie möglich von neuen Cloud services profitieren zu können. Und zum anderen, um die eigene Organisation schrittweise zum cloud-nativen Unternehmen weiterzuentwickeln ohne bestehende Software-Assets zu schnell aufzugeben.

Für tiefere Einblicke zum Thema hören Sie doch in das Webinar: Sidecar Architektur – die Performance von Altanwendungen optimieren hinein.

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