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Innovationskultur braucht Werkzeuge

  • Veröffentlicht am 28, Januar 2017
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Dieser Beitrag ist bereits erschienen auf Silicon.

Eine Idee, die sich als Produkt, Dienstleistung oder Prozess am Markt etabliert hat, ist eine Innovation, weiß Michael Freudenberg, Digitalisierungsberater bei Avanade. Eine Idee alleine, ist hingegen noch keine Innvoation.

Die Digitalisierung ist Realität. Um zur Spitzengruppe zu zählen, müssen Unternehmen ein hohes Tempo vorlegen. Längst ersetzen immer kürzere Innovationszyklen und volatile Märkte eine Fünf- oder Zehnjahresstrategie – meist ist schon ein Geschäftsjahr nicht mehr leicht zu überschauen. Um solche eine Geschwindigkeit gehen zu können, sind eine agile Kultur, Struktur, Organisation und Denkweise ebenso notwendig wie operative Instrumente. Dazu zählt auch die Gestaltung digitaler Arbeitsumgebungen als Teil des Innovationsfundaments.

Digitaler Arbeitsplatz als Basis für Innovation

Der echte digitale Arbeitsplatz führt Anwendungen, Informationen und Kollaboration in einem intelligenten Kontext zusammen – individuell angepasst auf Position, Standort und Aufgaben der Mitarbeiter. Damit liefert er genau die richtige Grundlage, um Fortschritt in Unternehmen zu ermöglichen. Mitarbeiter, die auf einen solchen Arbeitsplatz Zugriff haben, können zum Beispiel besser zusammenarbeiten – Stichwort Kollaboration. Eine ganz neue Kultur der Interaktion und Dynamik entsteht. Das wird künftig der entscheidende Wettbewerbsvorteil sein. Teamarbeit stößt in eine neue Dimension vor, gleichzeitig lassen sich Koordinations- und Abstimmungsprozesse besser gestalten.

Bereits “simple” Tools wie SharePoint oder Office 365 sind vor diesem Kontext hilfreiche Bausteine. Mitarbeiter können darüber hinaus mit einem digitalen Arbeitsplatz wesentlich effizienter arbeiten. Informationen werden durch eine Intelligenz wie “Delve” dem Mitarbeiter zur Verfügung gestellt, so dass er nicht mehr lange danach suchen muss und auch Informationen erhält, die er ansonsten gar nicht gefunden hätte.

Mit Widgets kann der eigene Arbeitsplatz personalisiert werden, so dass relevante Informationen schnell ersichtlich sind. Je tiefer die Integration von solchen Werkzeugen geht, desto größer ist der Synergieeffekt.

Dass ein digitaler Arbeitsplatz tatsächlich einen messbar werthaltigen Beitrag für die Unternehmen liefert, zeigen Resultate der Digital Workplace Studie aus dem Jahr 2015 von Avanade: Von den Unternehmen, die Tools für einen digitalen Arbeitsplatz eingeführt haben, verzeichneten in Deutschland volle 100 Prozent mindestens einen wirtschaftlichen Vorteil als direktes Ergebnis.

Dazu zählen unter anderem eine gesteigerte Produktivität, größere Mitarbeitermotivation und Umsatzwachstum. 90 Prozent aller hierzulande Befragten stimmten der Aussage zu, dass sich ein digitaler Arbeitsplatz positiv auf das Betriebsergebnis auswirkt. Bereits zwei Drittel der Studienteilnehmer gaben zudem an, dass das traditionelle Büro bis zum Jahr 2019 überholt sein wird.

Faktor Mensch im digitalen Arbeitsplatz

Bei all den – durchaus berechtigten – Diskussionen über Technologie ist der Mensch noch immer die entscheidende Komponente für Innovation. Mitarbeiter erhalten durch einen intelligenten, Cloud-basierten Arbeitsplatz mehr Freiraum, sich neuen Ideen widmen zu können. Als Teil des Prozesses müssen sie diesen Arbeitsplatz jedoch auch zu nutzen wissen. Dies bestätigt auch die von Avanade im Jahr 2016 beauftragte Studie zur Nutzung von intelligenten Technologien.

Demnach muss auch die Belegschaft bereit sein, sich diesem Wandel zu stellen – so sehen es 90 Prozent der Befragten. Zunehmend werden sich Mitarbeiter mit künstlicher Intelligenz und Machine Learning in der Cloud beschäftigen. Kreativität, Teamkultur und lebenslanges Lernen sind zur Selbstverständlichkeit geworden.

Jeder einzelne kann dabei einen Beitrag leisten: im täglichen Arbeitsumfeld nach Möglichkeiten zu schauen, wo digitale Technologien und Anwendungen gewinnbringend eingesetzt werden können. Aber auch lernbereit für neue Kompetenzen zu sein, denn etablierte Rollen werden sich verändern. Etwa 50 Prozent der Befragten sehen neue Rollen am Horizont, zum Beispiel in den Bereichen Sicherheit, Identitätsmanagement und Datenanalyse.

Auch völlig neue Berufe wie Digital Humanists sind im Entstehen. Ihre Aufgabe wird es zum Beispiel sein, Unternehmen in Bezug auf die Nutzung digitaler Technologien ethisch zu beraten, um auch in diesem Bereich mit der notwendigen Agilität und Tempo der Digitalisierung Schritt zu halten.

Zum anderen müssen aber auch die Unternehmen, ihre Führungskräfte und Investoren umdenken. Investitionen in Tools und neue Technologien in der Cloud dürfen nicht zurückgestellt werden. Nur die Cloud liefert die notwendige Agilität und Geschwindigkeit, um Ideen schnell auszuprobieren und daraus zu lernen. Agilität ist dabei mehr als eine Methode; es müssen ganz neue vernetzte Strukturen entstehen und die bestehenden Bereichssilos aufgelöst werden.

Darüber hinaus müssen echte Freiräume für die neuen Ansätze entstehen. Dies erfordert auch ein Umdenken von Führung und Karriere: Freisetzung von Mitarbeiterpotenzialen und Informationsaustausch sind Teil der neuen Kultur. Neue (digitale) Unternehmenspotenziale durch Innovationen können nicht mit alten, hierarchischen Strukturen und Denk- und Planungsmustern erschlossen werden.

Der Wandel hin zu einer offenen Innovationskultur in Unternehmen bedarf Zeit. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Unternehmen in Deutschland jedoch im Rennen um die Digitalisierung aufholen. Ein digitaler Arbeitsplatz in der Cloud ist dabei ein wichtiges Werkzeug um Potenziale realisieren zu können.

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