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Studie: Immersive Technologien in Deutschland auf dem Vormarsch, USA skeptisch

Virtual, Mixed und Augmented Reality hierzulande besonders für Handel interessant

KRONBERG/TAUNUS – 09. März 2020:

Eine von Wakefield durchgeführte Umfrage zeigt: Deutsche Unternehmen sind aufgeschlossener als US-amerikanische, wenn es um die Nutzung von Augmented Reality & Co. geht. Befragt wurden im Auftrag von Avanade, führender digitaler Innovator im Microsoft-Ökosystem, Führungskräfte und IT-Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 1.000 Mitarbeitern in den USA und Deutschland sowie weiteren Ländern. Demnach planen hierzulande 89 Prozent der Unternehmen den Einsatz entsprechender Technologien innerhalb der nächsten drei Jahre oder haben bereits mit ersten Projekten angefangen. In den Vereinigten Staaten von Amerika hingegen liegt dieser Wert bei 75 Prozent. 22 Prozent planen dort sogar, gar nicht auf immersive Technologien zu setzen – ein Wert, der in Deutschland nur bei zehn Prozent liegt. Verschwindend gering ist hier wie dort (USA: 3, GER: 1) der Prozentsatz derjeniger Unternehmen, die sich bereits als voll ausgerüstet sehen.

Andere große Wirtschaftsnationen scheinen insgesamt ebenfalls mehr auf Virtual, Mixed und Augmented Reality zu vertrauen als die Vereinigten Staaten: Unternehmen aus Frankreich (90 Prozent), dem Vereinigten Königreich (87 Prozent) oder Japan (94 Prozent) planen, entsprechende Technologien zu verwenden. An der Spitze liegt Frankreich bei der Implementierung: 24 Prozent der Befragten gaben an, dass sich zugehörige Projekte bereits in der Umsetzung befinden – ein Wert, der nochmals über den 21 Prozent in Deutschland und deutlich vor den 17 Prozent in den USA liegt. Auch beim Blick auf sämtliche internationalen Zahlen der Studie – erhoben wurde Material neben den bereits genannten Ländern in Australien, Italien, Kanada, den Niederlanden, Schweden und Spanien – bilden die Vereinigten Staaten das Schlusslicht: Nur acht Prozent der Gesamtheit aller Befragten planen keinen Einsatz von Virtual, Mixed und Augmented Reality.

Stimm-Anwendungen aller Sicherheitsbedenken zum Trotz
Bei den geplanten Einsatzszenarien ist auffällig, dass in Deutschland Stimme und Sensoren eine wesentlich stärkere Rolle spielen als insbesondere in den USA: Am wichtigsten erscheint den Unternehmen hierzulande die Nutzung von Stimm-Interfaces wie etwa Amazon Echo oder Google Home (54 Prozent), gefolgt von Virtual-Reality-Anwendungen im engen Sinn (48 Prozent) und Sensorik- oder geräteübergreifenden Applikationen (jeweils 47 Prozent, Mehrfachnennungen möglich); am wenigsten interessant erscheinen hierzulande Augmented-Reality-Szenarien, die digitale Technologien in die physische Welt einblenden: 38 Prozent der deutschen Unternehmen sehen hier gute Geschäfts-Chancen, in den USA sind es 51 Prozent. Geräteübergreifende Szenarien sind in den Vereinigten Staaten mit 55 Prozent an der Spitze. Im Vereinigten Königreich sind Stimmassistenten ebenfalls an der Spitze mit 51 Prozent. Ganz anders in Frankreich: Dort scheint die Skepsis für solche Anwendungen deutlich zu überwiegen, denn nur 29 Prozent der Unternehmen sehen dort Potenzial; führend sind dort vor allem geräteübergreifende Anwendungsfälle.

Bei den Anwendungsfällen sehen die deutschen Unternehmen das größte Potenzial im Handel: Genau die Hälfte aller Befragten kann sich vorstellen, dass immersive Technologien dort Vorteile bieten. Vernetzte Zusammenarbeit (47 Prozent), die Erkundung von Örtlichkeiten etwa über virtuelle Rundgänge oder immersive Werbung folgen auf den Plätzen mit 47, 41 und 40 Prozent (Mehrfachnennungen möglich). Den geringsten Nutzen sehen deutsche Entscheider bei der Simulation von Arbeitsabläufen und der Personalgewinnung. Wenig überraschend werden noch ungeklärte Fragen im Hinblick auf Datenschutz und IT-Sicherheit als größte Herausforderungen für den Einsatz immersiver Technologien genannt (40 Prozent). Aber auch die Gefahr, zu früh und mit zu hohen Kosten zu investieren sowie den Geschäftsnutzen nicht gut genug zu fassen treibt die Unternehmen hierzulande um (je 37 Prozent). Am zuversichtlichsten sind die Entscheider, wenn es um die Technologie selbst geht; hier sehen nur 28 Prozent Probleme. Ganz anders in den USA: Dort ist die Frage nach dem finanziellen Mehrwert ebenso wichtig wie Datenschutz (je 38 Prozent). Dafür sind dort 34 Prozent bei der Technologie skeptisch und nur 29 Prozent bei den Kosten.

„Es ist interessant zu sehen, dass deutsche Unternehmen grundsätzlich recht zuversichtlich sind, was immersive Technologien angeht. Dass gleichzeitig der tatsächliche Mehrwert für das eigene Geschäft noch häufig unklar ist, darf jedoch als Alarmsignal gelten. Auf der einen Seite muss man auch mal den Mut haben, ein Innovationsprojekt ohne abgesicherten Business Case zu implementieren, um ein Unternehmen in diese Richtung zu mobilisieren. Auf der anderen Seite ist mittelfristig ein klarer Nutzen zu identifizieren und abzuliefern“, erklärt Robert Gögele, Geschäftsführer der Avanade Deutschland GmbH. „Beim Blick auf den Handel lässt sich zum Beispiel konstatieren, dass es natürlich interessante Anwendungsszenarien für Virtual, Mixed und Augmented Reality gibt. Doch unsere Retailer sind etwa im Vergleich zu den USA deutlich weniger fortgeschritten, wenn es um den Cloud-Einsatz geht. Diese Pflicht-Aufgabe ist jedoch die Bedingung dafür, viele der Innovationen wie immersive Technologien sinnvoll zu nutzen. In den Vereinigten Staaten haben ganze Handelsketten ihr Geschäft auf Microsoft Azure gezogen, um etablierten Online-Riesen etwas entgegensetzen zu können. Diesen Schritt in die Cloud braucht auch der deutsche Handel, andernfalls werden die nächsten Jahre extrem schwer und auch kostenintensiv sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Rad nochmal neu erfunden und ohne die Skaleneffekte der Hyperscaler wirtschaftlich implementiert werden kann.“

Über Avanade

Avanade ist der führende Anbieter von digitalen Services, Business- und Cloud-Lösungen sowie designorientierten Anwendungen auf Basis des Microsoft-Ökosystems. Unsere Spezialisten bringen gezielt mutiges, frisches Denken in Kombination mit Technologie-, Geschäfts- und Branchenexpertise ein, um Mehrwerte für unsere Kunden, deren Kunden sowie ihre Mitarbeiter zu erlangen. Wir sind die treibende Kraft hinter der Accenture Microsoft Business Group, die Unternehmen mit Hilfe der Microsoft-Plattform dabei unterstützt, Kunden zu gewinnen, Mitarbeiter zu stärken, Abläufe zu optimieren und Produkte zu transformieren. Weltweit arbeiten 38.000 digital vernetzte Menschen in 25 Ländern für Avanade: Sie entwerfen in einer Kultur von Kollaboration und Diversität jeden Tag gemeinsam kreative Lösungsansätze. Avanade wurde im Jahr 2000 von Accenture LLP und der Microsoft Corporation gegründet. Heute gehört das Unternehmen mehrheitlich Accenture. Weitere Informationen: www.avanade.de.

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