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#breakthebias ist eine Frage der Haltung

  • Veröffentlicht am 3, Juni 2022
  • Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Avanade #breakthebias

Gleiche Chancen für alle, Diversität und eine Welt frei von Stereotypen und Diskriminierung. Das leben wir bei Avanade und dafür treten wir ein. #breakthebias ist für uns weit mehr als ein Hashtag, sondern ein Grundprinzip unserer Arbeit und unseres Miteinanders. Aber Avanade ist nicht die ganze Welt – und noch ist eine Menge zu tun, bis wir nicht mehr über Gleichbehandlung sprechen müssen. In diesem Beitrag gibt uns unsere Kollegin Kristina Einblick in ihre persönliche Geschichte:

Ich habe den bislang größten Teil meiner beruflichen Karriere in der Tourismusbranche verbracht. Daher weiß ich, dass wir, was Chancengleichheit angeht, in der Technologiebranche, ehrlich gesagt, auf der Insel der Seligen leben. Nicht, dass #breakthebias hier kein Thema mehr wäre – aber im Vergleich sind wir schon viel weiter. Wir haben uns bei Avanade in dieser Hinsicht sehr hohe Ziele gesteckt und arbeiten kontinuierlich daran, diese zu erreichen. Das ist für uns sehr wichtig und genießt die höchste Aufmerksamkeit des Managements.

Gleiche Möglichkeiten für alle
In Touristikunternehmen arbeiten im Allgemeinen überwiegend Frauen. In Führungspositionen hingegen wird es schnell ziemlich dünn – ab einem bestimmten Karrierelevel dominieren klar die Männer. Ich habe es geschafft und unter anderem das Produktmanagement und das Portfoliomanagement einer großen Gruppe geleitet. Irgendwann kam jedoch der Punkt, an dem ich mich in diesem System nicht mehr wohlfühlte. Es war mir nicht genug, dies erreicht zu haben. Ich wollte meine Zeit und meine Energie in einer Umgebung einsetzen, in der es selbstverständlich ist, dass es für Frauen und Männer die gleichen Gestaltungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt.

Wer auf der Suche nach einem Job ist und sich die Webseiten von potenziellen Arbeitgebern genau anschaut, erhält schnell einen Eindruck davon, ob ein Unternehmen im Umgang mit Gleichbehandlung und Diversität eher konservativ oder fortschrittlich ist. Bestimmte Themen kommen bei manchen einfach gar nicht vor, und das ist sicher kein Zufall. Bei Avanade bin ich hängengeblieben, weil hier die progressive Position schon in der Stellenanzeige spürbar war. Dieses Bild hat sich im Internet ebenso bestätigt wie bei den folgenden Job-Interviews – und auch, nachdem ich 2020 bei Avanade angefangen hatte.

Mehr Frauen auf allen Ebenen
Warum das für mich so wichtig ist? Zum einen geht es mir um das Umfeld, in dem ich arbeite. Um die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich einen großen Teil meiner Lebenszeit verbringe. Bei Avanade habe ich Netzwerke gefunden, die andere nicht ausgrenzen, sondern sich um Integration bemühen. Speziell für Frauen in Führungspositionen gibt es eine Gruppe, in der wir weiblichen Führungskräfte unter uns sind. Nicht um zu klüngeln, sondern um gemeinsam Wege zu finden, wie wir #breakthebias, Diversität, Chancengleichheit im Unternehmen noch besser umsetzen und wie wir junge Kolleginnen fördern können. Denn das liegt mir zum anderen auch am Herzen: den weiblichen Nachwuchs fördern, Kolleginnen Mut machen, ihnen Hilfestellung auf ihrem Karriereweg durch ein nach wie vor von Männern definiertes System geben. Dies ist eine Verantwortung, die bei uns Frauen liegt, die es – trotz steinigem Weg – in Führungspositionen geschafft haben: unsere Erfahrungen weitergeben, Chancen schaffen, fördern, fordern, coachen. Aus unserer starken und reflektierten Position heraus können wir das bestehende Konstrukt zum Einsturz bringen, den Bias aufbrechen. Dafür braucht es Unternehmen wie Avanade, die den entsprechenden Rahmen schaffen. Aber es braucht vor allem Menschen, die sich für diese Veränderung immer wieder aufs Neue einsetzen, denn wir sind weit davon entfernt, dass Chancengleichheit zum Selbstläufer wird.

Subtile Benachteiligung
Ja, in den vorherrschenden Unternehmenskulturen gibt es nach wie vor Strukturen, um Frauen klein zu halten. Ja, Männern werden Fehler eher verziehen als Frauen. Bei „ihm“ gilt das als Trial and Error. Bei „ihr“ ist schnell von Überforderung die Rede. Ich selbst habe zwar wenig direkte Anfeindungen, keine Sabotage meiner Arbeit oder Ähnliches erlebt. Aber im Nachgang und mit meinem heutigen Wissen vermute ich, dass mögliche Karrierechancen öfters ohne erkennbaren Grund an männliche Kollegen vergeben wurden, subtil, wenig angreifbar. Vielleicht sogar seitens der Vorgesetzten unbewusst, was es nicht unbedingt besser macht, sondern erschreckend wäre. Ich habe immer das Gefühl gehabt, mehr leisten zu müssen als die männlichen Kollegen. Dass ich damit nicht allein bin und dass es mehr ist als ein subjektives Empfinden, weiß ich aus Gesprächen mit anderen Frauen, die Ähnliches erlebt haben.

Das hat mich von meinem Weg nicht abgebracht, aber er war steinig und auch länger, als er hätte sein müssen. Insofern hätte ich in einem Umfeld wie bei Avanade meine Karriereziele vermutlich erheblich schneller erreicht als im Tourismus.

Transformationsaufgabe für alle
Egal, ob Führungskraft, Berufseinsteigerin oder irgendwo dazwischen – ich möchte appellieren: Frauen, traut euch, nutzt die Möglichkeiten, die sich jetzt bieten. Lasst Euch nicht von außen, aber auch nicht durch eigene Zweifel und überzogene Selbstansprüche ausbremsen. Meldet eure Rechte an. Springt auch mal ins kalte Wasser – meistens funktioniert das. Und wer Hilfe braucht, bekommt sie.

Transformation und Change Management sind die Themen, mit denen ich mich bei Avanade befasse. Und natürlich ist #breakthebias ein Transformationsthema, mit den gleichen Regeln und Herausforderungen wie jedes Change-Projekt. Zentrale Aufgabe für Unternehmen und Organisationen: alle Stakeholder mitnehmen, niemanden allein lassen, Veränderungen von den Menschen her denken. Dazu gehören die Frauen, die wir bei Avanade durch Netzwerke und Coaching fördern. Aber natürlich auch die Männer, die überzeugt sein müssen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Denn #breakthebias ist ein Gemeinschaftsprojekt – und dabei geht es letztlich weniger darum, ob jemand Mann oder Frau ist, alt oder jung ist. Sondern schlicht und einfach um eine Frage der Haltung.

Kristina Meyer leitet den Bereich Organizational Change Management im Rahmen der Advisory Services. Als Quereinsteigerin erlebt sie die Technologiebranche als Vorreiter in Sachen #breakthebias.

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