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3 gute Gründe für Reverse Mentoring

  • Veröffentlicht am 28, November 2022
  • Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
3 Gründe für Reverse Mentoring

„Limitless Learning“, das Lernen ohne Grenzen – oder grenzenloses Lernen – ist bei Avanade nicht nur ein fester Teil der Unternehmenskultur, es ist auch einer der Wichtigsten. Wir können nicht alles wissen, müssen wir auch nicht, aber jede:r von uns bei Avanade hat eine große Motivation ständig dazuzulernen und das Erlernte wieder mit anderen Kolleg:innen zu teilen. Denn Innovation entsteht nicht nur durch den Einsatz von Technologie, sondern durch Menschen und ihre Visionen.

Reverse Mentoring – Vorteile für alle
Das Konzept des „Reverse Mentoring“ kannte ich schon aus meiner Zeit bei Microsoft, eines unserer Mutterunternehmen und meine berufliche Station vor Avanade. Hier war ich Teil ähnlicher Initiativen und habe diese Art von Austausch sehr genossen.

Bei Avanade bin ich selbst Teil des Organisationsteams und habe das Konzept maßgeblich mitgestalten können. Dabei war es dem gesamten Team von Beginn an wichtig, eine enge Vernetzung von „Early Career“ und „Senior Professionals“ herzustellen. Dabei hatten wir unser Zielbild stets vor Augen: Der offene und vertrauensvolle Austausch, das Aufbrechen von Hierarchien und die gemeinsame Arbeit an unserer Unternehmenskultur. Klingt ambitioniert, die Vorteile liegen dabei aber auf der Hand:

  1. Junge Talente blühen auf, weil sie als wichtige Ratgeber mit eigenem Blickwinkel bei wichtigen Entscheidungen eingebunden werden.
  2. Kolleg:innen in Führungspositionen werden dabei unterstützt ein anderes Mindset kennenzulernen und von neuen Sichtweisen zu profitieren.
  3. Das Unternehmen profitiert, weil sich die Mitarbeitenden auf verschiedensten Ebenen neues Wissen aneignen und durch den offenen Austausch aktiv die Unternehmenskultur prägen.

Wie haben wir das Programm aufgebaut?
Für unser Reverse Mentoring Programm haben wir uns das sogenannte Modell F „Peer to Peer“ ausgesucht. Das heißt alle Teilnehmenden hatten fixe Partner:innen, die entweder aus einem fachlich anderem Bereich im Unternehmen kommen, einen anderen kulturellen oder beruflichen Hintergrund mitbringen oder einer anderen Generation angehören. An Gesprächsstoff sollte es also nicht mangeln – trotzdem braucht ein solches Programm eine gewisse Struktur.

Gestartet haben wir das Programm mit einer Kick-Off Veranstaltung, bei der unter anderem auch ein Themen-Voting auf dem Plan stand. Das Ergebnis haben wir als Organisator:innen genutzt, um gezielt Themen-Pakete vorzubereiten, die wir unter den Teams monatlich verteilt haben. Das konnten Studien sein, Videos, Hard Facts oder auch kritische Fragen. Das hat im 1:1 Austausch geholfen die Konversation zu starten und sich zum jeweiligen Thema auszutauschen. Beim sogenannten „Half-Time Check-In“ haben Teilnehmer:innen aus der gesamten DACH-Region ihre Erfahrungen geteilt und so Inspiration für unterschiedliche Herangehensweisen geliefert. Beim Abschluss-Event, welches sowohl virtuell als auch vor Ort stattgefunden hat, konnten sich die Teams noch einmal final austauschen und von den Erkenntnissen der anderen lernen.

Herausforderungen, Feedback und Überraschungen
Trotz der vorgegebenen Themen, welche für alle Teams gleich waren, gingen die Gespräche natürlich in die unterschiedlichsten Richtungen. Schön zu sehen war nach Abschluss und Feedback-Runde, dass die Unterhaltungen vor allem von Offenheit und Vertrauen geprägt waren. Dabei stellte sich heraus, dass z.B. Themen wie „Social Networking“ im Business-Kontext oder Veränderungen innerhalb des Unternehmens sehr unterschiedlich wahrgenommen werden. Und gerade diese offenen und ehrlichen Einblicke machen es uns möglich, dass nicht nur jede:r Einzelne von uns sich weiterentwickelt und wir voneinander profitieren können – auch uns als Unternehmen hilft Reverse Mentoring dabei, einzelne Stimmen wahrzunehmen, Kritik anzunehmen und gemeinsam Veränderung zu treiben.

"Das Reverse Mentoring Programm hat mir nochmal mehr die Augen für die Themen der nächsten Generation geöffnet und aufgezeigt, welche Prioritäten und Ambitionen die Kolleg:innen haben. Diese Art des Austausches hilft mir sehr dabei, meine eigene Herangehensweise zu überprüfen und mich dieser wichtigen Zielgruppe mehr zu öffnen.“


Anderson Franssatto, Director Delivery Management

Natürlich war nicht immer alles Sommer, Sonne, Sonnenschein. Wie der Name „Reverse Mentoring“ schon sagt sind die Teilnehmenden gezwungen ihre alltäglichen Rollen aufzubrechen. Das heißt, war ich vorher gewohnt eher als Mentor:in mit Rat uns Tat zur Seite zu stehen, kann sich die Rolle als Mentee erstmal ungewohnt anfühlen und umgekehrt. Das anzunehmen und in der dem Programm zugeordneten Rolle zu bleiben war für die Teams gar nicht so einfach – letztendlich aber auch ein wesentlicher Bestandteil der Initiative: Raus aus der Komfortzone und Neues lernen.

Nach abschließender Umfrage unter allen Mentor:innen und Mentees haben wir mit 4.7 von 5 Punkten ein tolles Ergebnis für das Programm erreicht und gehen mit den Erkenntnissen in die zweite Runde des Reverse Mentoring Programms. Unter den Top-Benefits des Programms sahen die Teilnehmenden folgende Punkte: Den Perspektivenwechsel, also Themen aus anderen Blickwinkeln zu betrachten und offener an Themen ranzugehen, den umfangreichen Wissenstransfer und das Eintauchen in Bereiche, die man vorher nicht kannte. Das Format hat außerdem dazu beigetragen, sein Gegenüber in einem ganz anderen Kontext kennenzulernen, als man das sonst in der Business Welt gewohnt ist. Viele Mentor-Mentee Paare machen auch unabhängig vom Programm weiter mit dem Austausch, was für mich persönlich das beste Feedback ist, mit dem man rechnen kann.

Vertrauen und Offenheit sind maßgeblich für den Erfolg
Sowohl als Organisatorin als auch als Teilnehmende selbst kann ich sagen: Alles steht und fällt mit dem Vertrauen und der Offenheit der Teilnehmer:innen für das Gegenüber. Unverständnisse werden sonst leicht zu heiklen Themen und es wird schwer diese wieder auszuradieren. Der sichere Raum ist unbedingt notwendig, um das Umkehr-Modell erfolgreich umzusetzen, voneinander zu lernen, seinem persönlichen Karriereziel näher zu kommen und gemeinsam die Kultur des Unternehmens zu prägen.

Klingt interessant? Dann schau auf unsere Karriereseite vorbei und erfahre mehr über das Arbeiten bei Avanade. 

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