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Die großen Herausforderungen für die Mode-Branche

  • Veröffentlicht am 30, Oktober 2018
  • Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten
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Die Mode- und Bekleidungsindustrie kämpft seit Längerem mit schlechten Zahlen, mit zähem Wachstum und stagnierenden Margen. Aber warum ist die Branche in der Krise?

Das haben Avanade und das Marktforschungsunternehmen EKN untersucht und drei übergeordnete Gründe identifiziert:

  1. Angesagte und talentierte Designer haben sich plötzlich von bekannten Modehäusern abgewandt. Das hat sich auf verschiedenste Kollektionen ausgewirkt – und auch auf das Konfektionssegment.
  2. Vorlieben und Geschmäcker haben sich verändert, wodurch sich auch insbesondere die Einstellung zu Mode- und Luxusgütern gewandelt hat.
  3. Die Grenzen zwischen Luxus-, Sport- und Alltagsbekleidung verschwimmen. Sportaffine Menschen kaufen gerne Marken, die herkömmliche Fitnesskleidung neu definieren. Diese sportliche Kleidung kombinieren sie dann mit anderen Kleidungsstücken.

Große Fashion-Häuser wie Chanel, Louis Vuitton und Dior haben bereits auf diesen Trend reagiert. Marken wie Aeance und Moncler ziehen nach. Der italienische Modehersteller entwarf eigens dafür seine Grenoble-Kollektion.

Der Kunde von heute ist anspruchsvoller und preissensibler. Angesichts dessen liefern sich die Händler immer wieder Rabattschlachten, die auf Kosten der Marge gehen. Und wenn sich die Nachfrage ändert, müssen Händler mit geringster Vorlaufzeit darauf reagieren.

Eine wichtige Rolle spielt der Trend hin zu Off-Price-Outlets. Mittlerweile kaufen 30 Prozent der Luxusmarkenkunden auch bei Fast-Fashion-Herstellern ein. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor. Weitere 23 Prozent shoppen bei Luxus-Outlets. Und sie geben einen beachtlichen Teil ihres Budgets für Discount-Mode aus. Die Studie zeigte außerdem, dass 71 Prozent der Kunden von Luxusmarken auch in Off-Price-Stores kaufen. Marken wie Gucci und Prada betreiben deshalb bereits eigene Off-Price-Stores. Die neuen Stores haben ein spezielles „Look and Feel“, das sowohl jüngere als auch ältere Käufergruppen ansprechen soll. Von innovativen In-Store-Shopping-Technologien erhoffen sich die Luxushändler Impulse für neues Wachstum und mehr Wettbewerbsfähigkeit.

Im Whitepaper zur Studie von EKN und Avanade findet sich außerdem der Nachweis, dass wirtschaftliche und politische Ereignisse die Mode- und Bekleidungsindustrie maßgeblich beeinflussen. In naher Zukunft könnten das die Rezession der chinesischen Wirtschaft sowie der Brexit sein. Sollte sich die Situation der chinesischen Wirtschaft verschlechtern, wäre das für einige große Modemarken mit dem Verlust eines wichtigen und stark wachsenden Marktes verbunden. Der Brexit könnte sich hingegen negativ auf das Vertrauen von Kunden auswirken und infolge von Währungsschwankungen sowie einem schwachen Kurs des britischen Pfunds zu höheren Produktionskosten führen. Neue Handelsbarrieren durch Importbeschränkungen stehen ebenfalls im Raum. Zudem könnte sich das internationale Rekrutieren von Fachkräften deutlich schwieriger gestalten als bisher. All dies hat erhebliche Auswirkungen auf die Modeindustrie – die ihre Geschäftsmodelle und Pricing-Strategien überdenken und in die Zukunft führen müssen.

 

>> zum Whitepaper: Achieving a frictionless shopper experience and streamlined operations

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