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Die Highlights der Future of Work Studie 2022

  • Veröffentlicht am 1, August 2022
  • Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten
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Die Arbeitswelt hat sich gewandelt. Und zwar schneller und tiefgreifender, als wir es vor Corona für möglich gehalten haben. Eine der zentralen Erkenntnisse dieser neuen Ära: Die Dynamik zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden ist mittlerweile eine andere. Denn Unternehmen sind mehr auf ihre Mitarbeitenden angewiesen, als ihnen vor der Pandemie bewusst war. Egal, ob es um das Tagesgeschäft oder längerfristiges Wachstum geht – Mitarbeitende sind der Motor, der ein Unternehmen voranbringt.

Viele Unternehmen haben das inzwischen erkannt und setzen vermehrt auf eine People-First-Strategie. Aber wie sieht ein Arbeitsplatz aus, bei dem der Mensch tatsächlich im Mittelpunkt steht? Wie weit reicht das Commitment für diesen Ansatz tatsächlich? Konzentrieren sich die Ansätze in Organisationen hauptsächlich auf die Employee Experience? Oder werden sie umfassender gedacht, zum Beispiel, indem das gesamte Arbeitsumfeld inklusive Arbeitsplattformen, Räumlichkeiten und Arbeitsprozesse einbezogen wird?

Genau das wollten wir mit unserer weltweiten Future of Work Studie herausfinden. Zwischen Ende 2021 und Anfang 2022 haben wir 2.100 Führungskräfte aus IT, Personalwesen und anderen Geschäftsbereichen befragt. Die von Vanson Bourne durchgeführte Studie untersuchte die wichtigsten Herausforderungen, mit denen Unternehmen am Arbeitsplatz konfrontiert sind sowie die Frage, welche Schwerpunkte sie beim Thema New Work setzen. Besonders interessiert hat uns, ob es Unternehmen gelingt, die Weiterentwicklung des Unternehmens mit derjenigen der Mitarbeitenden zu verbinden.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Studie habe ich in den folgenden Absätzen zusammengefasst. Den vollständigen Report können Sie hier herunterladen.

Erst kommt der Mensch
Unsere Untersuchung hat ergeben, dass die Employee Experience und Mitarbeitende in jedem Unternehmen an erster Stelle stehen – unabhängig von Branche oder Nationalität. Zumindest wurde das stets behauptet.

Nahezu alle Befragten gaben an, dass sie momentan ihre Employee Experience optimieren (98 %) und in den nächsten drei Jahren weiter verbessern wollen (99 %). Die Fokussierung auf Mitarbeitende hat ebenso einen starken Einfluss auf die Arbeitsplatzstrategien vieler Unternehmen. 63 % der Befragten gaben an, dass ihr Arbeitsplatzkonzept von einer Employee Experience-Strategie bestimmt sei oder auf die speziellen Herausforderungen unterschiedlicher Beschäftigungsgruppen zugeschnitten werde – abhängig von Position und Einsatzort im Unternehmen.

Außerdem erfreuen sich flexible Arbeitsmodelle großer Beliebtheit. Die überwiegende Mehrheit (85 %) aller Befragten gab an, dass ihr Unternehmen derzeit entweder ein vollständig dezentrales (24 %) oder ein hybrides (61 %) Arbeitsmodell einsetze oder teste. Das Vertrauen in den Erfolg dieser Arbeitsformen ist groß. Mehr als acht von zehn Unternehmen (83 %) sind davon überzeugt, dass sie bereits das richtige Mischverhältnis von Remote Work und Arbeit vor Ort gefunden haben. Die Zuversicht der Befragten aus den Business Lines mit Blick auf dieses Thema liegt bei 88 %. Zum Vergleich: In der IT liegt der Wert bei 79 %, im Bereich Personal und Ausbildung bei 81 %.

Können wir also auch davon ausgehen, dass Unternehmen den People-First-Ansatz umfassend umsetzen? Unsere Umfrage lässt daran Zweifel aufkommen…

Wenn der Mensch doch nicht im Mittelpunkt steht
Wenn es um die Wichtigkeit von Mitarbeitenden geht, finden Unternehmen weltweit gute Argumente. Der Haken an der Sache ist: Unsere Studie hat gezeigt, dass es starke Widersprüche gibt. Denn nicht überall stehen Mitarbeitende tatsächlich so im Mittelpunkt wie behauptet wird.

Nahezu zwei Drittel (62 %) der befragten Unternehmen haben noch keine Schritte unternommen, um ihre Employee Experience und ihre Anwendungen zu optimieren, damit ihre Mitarbeitenden leichter auf das zugreifen können, was sie benötigen. Ein weiterer Teil (60 %) hat noch keine wirklich flexiblen Arbeitsmethoden eingeführt, bei denen allen Mitarbeitenden die Wahl haben, wie, wann und wo sie arbeiten. Mehr als die Hälfte (55 %) arbeiten nicht mit Analysetools, die dabei helfen könnten, die Employee Experience zu messen und weiterzuentwickeln.

Das ist aber nur der Anfang. Bei näherer Betrachtung der Daten stellten wir fest, dass die Mehrheit die wichtigsten Faktoren für eine ganzheitliche Workplace Experience nicht berücksichtigt. Das heißt, weder modernisierte technologische Systeme noch Employee Experiences oder veränderte Arbeitsprozesse einsetzt.

Die gute Nachricht: Es gibt positive Tendenzen
Unsere Umfrage ergab, dass Unternehmen zunehmend nach einer ganzheitlichen Workplace Experience (WX) streben, bei dem Führungskräfte aus der IT, dem Personalwesen und einzelnen Geschäftsbereichen zusammenkommen, um eine ganzheitliche Umgestaltung der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Zusätzlich bietet das Workplace-Experience-Modell ein erhebliches Wachstumspotenzial – für Unternehmen und Mitarbeitende.

Workplace Experience ermöglicht es Unternehmen, personenorientierte Arbeit zu etablieren und sie zu fördern. Infolge von Investitionen in Workplace-Experience-Programme, haben Unternehmen ihre Produktivität in den letzten 12 Monaten um durchschnittlich 6,83 % gesteigert und die Bindung an ihre Mitarbeitenden um 6,70 %. Die höchste Produktivitätssteigerung (7,87 %) verzeichneten Finanzdienstleister. Die Öl- und Gasindustrie verzeichnete die deutlichste Verbesserung bei der Bindung von Mitarbeitenden (7,63 %).

Unsere Umfrage zeigte auch, das die Workplace Experience signifikante Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens hat. Dazu gehören unter anderem:

- Erhöhung des Börsenwerts um 6,48 %
- Verbesserung der Kundenzufriedenheit um 6,92 %
- Kostensenkung von 6,34%
- Umsatzwachstum von 6,72 % - was einer Umsatzsteigerung von 919 Mio. USD entspricht. Branchenübergreifend verzeichneten die Finanzdienstleister (1.164 Mio. USD) das größte Umsatzwachstum.

Das ist, unserer Meinung nach, wahrscheinlich auch der Grund, weshalb die Unternehmen das große Potenzial der Workplace Experience erkennen. Vier von fünf (80 %) der Befragten gaben an, dass ihr Unternehmen die Ausgaben für ganzheitliche Arbeitsplatzprogramme (also Arbeitsplattformen, Räumlichkeiten, Prozesse und Mitarbeitende) in den letzten 12 Monaten erhöht hat. Die Pioniere unter den Befragten – diejenigen, die die größten Verbesserungen verzeichnen konnten - haben das erkannt. Sie haben ihre Ausgaben zirka um das Vierfache erhöht im Vergleich zu den Nachzüglern, die lediglich geringe Verbesserungen verzeichnen konnten.

Ich finde, das sind eine Menge überraschender und erhellender Fakten, die wir im Rahmen unserer Studie analysieren konnten. Werfen Sie selbst einen genauen Blick auf die Daten und Zahlen: Hier können Sie die wichtigsten Erkenntnisse der Avanade Future of Work Studie 2022 herunterladen.

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