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Sind Unternehmen wirklich auf die Zukunft der Arbeit vorbereitet?

  • Veröffentlicht am 30, August 2022
  • Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Avanade Zukunft der Arbeit

In den vergangenen Jahren hat sich die Dynamik zwischen Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden dramatisch gewandelt. Dazu beigetragen haben u.a. Faktoren wie der weltweite Fachkräftemangel, der Kampf um die besten Talente, eine starke Zunahme von Burnout-Erkrankungen in der Belegschaft sowie enorme Abwanderungen in einigen Branchen, eine Verschiebung, die in Amerika als „The Great Reshuffle“ bezeichnet wird. Zusammen mit der Pandemie haben alle diese Phänomene unser althergebrachtes Verständnis von Arbeit ins Wanken gebracht.

Unternehmen, die in diesem Umfeld erfolgreich sein möchten, benötigen dringend positive Argumente, um Talente zu überzeugen und langfristig zu binden. Daher überrascht es nicht, das Employee Experience und die Bedürfnisse der Mitarbeitenden mittlerweile ganz oben auf der Agenda vieler Entscheider:innen stehen. Ob flexible Arbeitszeitreglungen, digitale Kollaborationstools, individuelle Karriereentwicklung oder mehr eigenverantwortliches Handeln: Unternehmen versprechen viel, um Mitarbeitende auf dem hart umkämpften Arbeitsmarkt für sich zu gewinnen. Aber halten Unternehmen diese Versprechen auch wirklich ein? Oder sind Aussagen wie „Arbeiten von überall“, „Flexible Arbeitsmodelle“ und „Bei uns stehen die Mitarbeitenden im Mittelpunkt“ nur leere Floskeln?

Um das herauszufinden, haben wir eine Arbeitsplatz-Studie durchgeführt, an der weltweit rund 2.100 Führungskräfte teilgenommen haben. Eine ihrer zentralen Erkenntnisse ist, dass viele Unternehmen zwar behaupten mitarbeiterorientiert zu handeln, aber nur wenige diesem Anspruch tatsächlich gerecht werden. Ein Beispiel: 98 % der Arbeitgebenden gaben an, dass sie bereits Schritte zur Verbesserung der Employee Experience (EX) unternommen hätten. Aber mehr als die Hälfte von ihnen hat noch keine Arbeitsmodelle eingeführt, die Mitarbeitenden ermöglichen zeitlich flexibel und ortsunabhängig zu arbeiten.

In erfolgreichen Unternehmen stehen Mitarbeitende an erster Stelle

Um Menschen wirklich in den Mittelpunkt zu stellen, müssen die Verantwortlichen aus IT, HR und den operativen Geschäftsbereichen die Arbeit im Unternehmen ganzheitlich betrachten und dabei auch digitale Plattformen, Arbeitsplätze, Abläufe und die Unternehmenskultur berücksichtigen. All das zusammen ergibt die Workplace Experience (WX) eines Unternehmens. Und die Vorteile eines mitarbeiterorientierten WX-Ansatzes sind nachweislich greifbar.

Auf den Philippinen zum Beispiel hatte Music Tribe aufgrund von mangelnden Lern- und Weiterbildungsangeboten Probleme seine Talente zu halten. Die Lösung? Eine Employee-Experience-Plattform für Weiterbildungen, Wissensaustausch und Workflow-Optimierung, die mithilfe von Microsoft Viva Learning aufgebaut wurde. In nur einem Monat konnten über 40 % der Mitarbeitenden aktiv auf Inhalte zugreifen und ihre Fähigkeiten erweitern.

Erfolge wie dieser sind ein gutes Beispiel dafür, wie sich die Erwartung an die Employee Experience gewandelt hat. Mitarbeitende fordern vermehrt intuitive und verbraucherähnliche Erfahrungen. Diese Erwartungshaltung erstreckt sich über jeden Bereich des Arbeitsalltags – ob Kommunikation, Kollaboration, Weiterbildung oder Gesundheitsmanagement.

Unternehmen, die eigene WX-Programme entwickelt und implementiert haben, erzielen mittlerweile äußerst attraktive Ergebnisse: Produktivität, Mitarbeiterbindung, Kundenzufriedenheit und Umsatz sind in den letzten 12 Monaten um durchschnittlich 6 % gestiegen, was ein potenzielles Umsatzwachstum von fast 1 Milliarde US-Dollar ausmacht.

Werden Sie WX-Pionier

Unsere Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine erfolgreiche WX auf mehreren Erfolgsfaktoren beruht, die Unternehmen gleichzeitig angehen müssen:

  1. Ganzheitliches WX-Denken: Um eine WX-Strategie zu entwerfen, ist es wichtig, dass die Verantwortlichen aus IT, HR und anderen Geschäftsbereichen konstruktiv zusammenarbeiten. Dadurch bringen die Unternehmen ihre Employee Experience besser mit den Produktivitätszielen, der Unternehmenskultur sowie den technischen Möglichkeiten in Einklang.
  2. Persona-basierte EX-Programme: Im Hinblick auf die Bedürfnisse des Unternehmens ist die eigene Belegschaft selten homogen. Um die Employee Experience so zu gestalten, dass sie einer Vielzahl von Mitarbeitenden sog. „Moments that matter“ ermöglicht, müssen segmentierte und mitarbeiterorientierte Ansätze für sämtliche Gruppen innerhalb der Belegschaft geschaffen werden.
  3. Datenbasierte Experiences: Insights sind ein entscheidender Faktor bei der Weiterentwicklung der WX. Dazu benötigen Unternehmen Systeme, mit denen sie Metriken definieren, Daten erfassen und analysieren können. Damit können sie kurz- und langfristig auf die Bedürfnisse ihrer Belegschaft reagieren und den Weg zu einer einheitlichen Workplace Experience im gesamten Unternehmen ebnen.

Sie möchten erfahren, wie Sie Ihr Unternehmen fit für die Zukunft der Arbeit machen? Dann können Sie hier unsere Studie herunterladen! Oder kontaktieren Sie uns, um ein Future of Work Assessment zu vereinbaren.

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