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Digital Transformation - How women are leading the journey

  • Veröffentlicht am 11, April 2017
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Die Digitale Transformation ist für Unternehmen überlebensnotwendig. Und Frauen spielen dabei eine wichtige Rolle! Das ist mein persönliches Fazit zur Veranstaltung „Digital Transformation – How Women Are Leading The Digital Journey“, die anlässlich des Weltfrauentags 2017 in München stattfand. Begeisternde Sprecherinnen und Sprecher gaben den knapp 200 Besuchern jede Menge frische Einblicke, wertvolle Informationen und Inspirationen. Dabei wurde ganz besonders deutlich: Erfolg braucht Diversität und Freude.

Wir befinden uns in einer sehr spannenden Umbruchphase. Der digitale Wandel lässt keinen Unternehmensbereich außen vor. Viele Abläufe und Prozesse werden auf den Kopf gestellt, ganze Bereiche müssen sich neu erfinden. Dieser Wandel braucht Vermittlerinnen und Vermittler. Sie können die notwendigen Veränderungen in die Organisationen transportieren, so dass alle Mitarbeiter mitgenommen werden und den digitalen Change nicht als Bedrohung, sondern vielmehr als Chance für sich selbst und ihre Organisation sehen. Hier braucht es kommunikations- und organisationsstarke Persönlichkeiten mit Einfühlungsvermögen, die als Bindeglied zwischen der Technik und der bestehenden Organisation fungieren, damit eine digitale Transformation erfolgreich gelingen kann. Hier können Frauen eine wichtige Rolle spielen.  

Prof. Dr. Isabell Welpes warnte in Ihrem Vortrag, dass Frauen oft auf ihre vermeintlichen Kommunikationsstärken reduziert – und damit geradezu ihrer analytischen Fähigkeiten beraubt würden. Auch andere Stereotpye unserer Gesellschaft würden Innovation verhindern, die eben nur durch Diversität möglich sei. Eine solche Denkweise koste nicht nur Geld, sie stelle auch Schubladen vor Individuen. Da stimme ich voll zu. Aber gerade die digitale Transformation eröffnet für Frauen neue Möglichkeiten, ihre vielfältigen Stärken in verschiedensten Bereichen in Szene zu setzen.

Laut Dr. Christine Haupt, Mitglied der Microsoft-Geschäftsführung, wird es eine echte Erneuerung der Wirtschaft durch Frauen nur mit genügend authentischen Rollenvorbildern geben. Und hier herrscht definitiv noch Handlungsbedarf: Überrascht hat mich zum Beispiel, dass gemäß Microsoft MINT-Studie 53,5 Prozent aller Mädchen in Deutschland an einen Mann denken, wenn sie nach Erfindern und Forschern gefragt werden. Wir müssen endlich mehr junge Frauen frühzeitig für naturwissenschaftliche und digitale Themen begeistern. Denn praktische Erfahrung, Gleichbehandlung, weibliche Vorbilder und Wissen über Anwendungsfelder sind der Grundstein für gelebte Diversität der Zukunft. Doch können und wollen wir so lange warten?

Vom System zum Individuum

Von den Anregungen auf gesamtgesellschaftlicher Ebene zu den Einzelnen. Prof. Dr. Yasmin Mei-Yee Weiß hat – recht spannend, wie ich finde – folgende betriebswirtschaftliche Sichtweise eingebracht: Jede Frau müsse für sich ein Alleinstellungsmerkmal definieren; gemeinsam mit einer sinnvollen Ausbildung stehe so auch Führungsrollen nichts im Weg. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das von Frau Prof Mei-Yee Weiß genannte Erfolgsbeispiel von Anne-Rose Neumann, die exakt 40 Jahre vor dem Weltfrauentag 2017 als erste Frau die Nachrichten im deutschen Fernsehen präsentiert hat – so, wie Nachrichtensprecherinnen heute eine Selbstverständlichkeit sind, müsse das laut Prof. Dr. Mei-Yee Weiß für alle Berufe in Zukunft gelten. Ja, bitte!

Wie wichtig in diesem Fall der Einzelne ist, das hat auch Ali Mahjodi gezeigt. Er hat in Österreich das sehr erfolgreiche Unternehmen Watchado gegründet. Prägend an seinem Vortrag war insbesondere seine sehr bewegte Lebensgeschichte, trotz und wegen der er das geschafft hat: Vom Flüchtling über 40 verschiedene Jobs bis hin zum Unternehmer und begeisternden Storyteller, dass hat nicht nur mich sondern auch das gesamte Publikum extrem stark beeindruckt. Unter dem Motto „just do it“ hat er letztlich für sich sein Schlüsselerlebnis gefunden, das bei ihm den sprichwörtlichen Schalter umgelegt hat. Und das bringt mich zum Beginn zurück: Für Erfolg sind Diversität und Freude einfach unerlässlich. Davon haben mich alle Mitwirkenden der Veranstaltung und das Publikum wieder einmal mehr überzeugt.

Diversität und Freude

Es gibt also für eine erfolgreiche Digital Journey noch viel zu tun. Wir müssen einerseits neue Technologien und neue Arbeitsumgebungen, wie digitale Arbeitsplätze bereitstellen, um so mehr Frauen den Zugang zu den spannenden Aufgaben zu ermöglichen; zudem gilt es, die Gesellschaft über umfassend Fallstricke von Stereotypen und Vorteile von Diversität aufzuklären. Und auch das wird noch nicht genügen: Wir brauchen Individuen, die mit Freude und Motivation die Dinge anpacken – egal, welchen Geschlechts. Dass darunter jedoch mehr Frauen sein sollten, ist unbestritten. Wir können nur so die Aufgaben lösen, die unsere Kunden stellen. Wir können nur so den Kunden unserer Kunden richtig zuhören. Wir können nur so innovativ und erfolgreich sein. Auch darum war die Veranstaltung so überzeugend: Sie hat mir Lust auf mehr gemacht! Und Ihnen? Schreiben Sie mir gern dazu!

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