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„Wir müssen unsere Zigarrenclubs noch gründen“ – 5 Gebote für erfolgreiche Frauen in einer Männerwelt.

  • Veröffentlicht am 21, März 2019
  • Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten
Christiane Noll

IT ist eine Männerbranche – Das ist mir anfangs gar nicht aufgefallen, denn so zufällig ich in die Branche gerutscht bin, so zufällig ist uns damals eine 50 Prozent-Frauenquote passiert. Mir ist das erst später aufgefallen, wie männerdominiert die IT-Branche ist. Damals, vor 25 Jahren, waren 90 Prozent der Entscheider bei unseren Kunden, Männer. Das ist heute nicht viel anders. Was ich aus dieser Phase gelernt habe: Wir dürfen uns nicht alles bieten lassen.


Gerade die IT-Branche braucht dringend Frauen, ihre Skills, ihre Ideen. In der IT ist sehr viel Platz für Kreativität. IT ist viel mehr als Programmieren. Leider besteht da ein vollkommen falsches Bild – und dieses falsche Bild hält auch viele Frauen davon ab, sich für die IT-Branche zu interessieren bzw. hier zu arbeiten. IT hat einen enormen Anteil Beratung und Prozess-Begleitung, denn bloß ein neues Programm einzuführen, wird nicht funktionieren. Dies muss begleitet werden, den Mitarbeitern nähergebracht werden. Man muss die Menschen förmlich an der Hand nehmen, sie aufklären, ihnen die Angst nehmen. In der IT braucht man daher ein enormes Maß an sozialer Kompetenz. Ich kann mit meinen 25 Jahren in der IT zu allen Frauen sagen: schaut einmal genauer hin. IT ist viel mehr: Seid neugierig!

Bei Avanade haben wir ein sehr diverses Team – und damit meine ich nicht nur Frauen und Männer und junge und ältere Menschen. Meine Erfahrung ist, dass Arbeiten in diversen Teams viel mehr Spaß macht und viel erfolgreicher ist. Wir inspirieren uns gegenseitig, das respektvolle Miteinander mit einer hohen Wertschätzung spielt dabei eine enorme Rolle – gerade in Teams, die so schnell wachsen wie unseres. Unser Team wächst sehr stark aus dem Team heraus. Und wir alle leben dieses Miteinander und die Wertschätzung untereinander. Wir wollen nicht übereinander sprechen, sondern miteinander. Das gilt natürlich für Männer wie für Frauen - wenn wir etwas kritisieren oder wenn wir jemanden loben, dann leben wir eine Offenheit und Direktheit.

Ich habe bei vielen Frauen eines beobachtet: Sie versuchen immer gern alles selbst zu machen. Wir sind es nicht gewohnt, auf andere zuzugehen, ein Thema, das uns beschäftigt mit Dritten zu diskutieren, vielleicht einen Rat einzuholen. Uns fehlen dazu auch diese Netzwerke, die „Zigarrenclubs“. Wir müssen diese Zigarrenclubs, die Institutionen wo wir uns austauschen, erst gründen. Ich denke, dass das institutionalisierte Um-Rat-Fragen diese Selber-Machen-Mentalität löst. Das müssen wir von den Männern lernen: aktiv auf andere zugehen.

In einer Männerwelt zu reüssieren heißt aber nicht zwangsläufig, dass wir „einen auf Django machen“ müssen. Wir müssen unseren Charakter oder unser Wesen nicht verleugnen und versuchen „die besseren Männer“ zu sein. Wir sollten nur unsere Zurückhaltung überdenken. Wichtig ist das Frau bleiben.

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