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Pharma und Life-Sciences-Unternehmen: Raus aus der ERP-Falle

  • Veröffentlicht am 16, August 2022
  • Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten
Raus aus der ERP-Falle

Wie sich die digitale Transformation mit modernen Branchenlösungen in der Pharma und Life-Sciences-Branche umsetzen lässt

In vielen Unternehmen der Branche kommen heute noch ERP-Systeme zum Einsatz, die vor langer Zeit aufgesetzt und dann über die Jahre immer wieder kleinteilig weiterentwickelt wurden. Zunächst einmal gab es auch wenig Anlass für einen Neuanfang. Die klassische IT-Prämisse „Never change a running system“ funktionierte eine Zeit lang sehr gut. Spätestens mit dem Siegeszug der Cloud ist allerdings zu beobachten, dass die Plattformen zwar nach wie vor laufen – im Vergleich mit modernen ERP-Lösungen wie Microsoft Dynamics 365 aber nur noch mehr schlecht als recht. Die Cloud sprintet der Legacy-Welt davon.

Das hat nicht nur mit dem Betriebsmodell – Software as a Service vs. On-Premises-Betrieb – zu tun. Die bestehenden ERP-Landschaften sind meist durch Anpassungen und Workarounds, vor allem aber durch Individualisierung über die Jahre so voluminös und träge geworden, dass die Betriebskosten steigen und notwendige Digitalisierungsmaßnahmen, sofern überhaupt möglich, langwierig und teuer sind. Nach meiner Erfahrung machen individuelle Eigenentwicklungen mittlerweile zwischen 30 und 70 Prozent der ERP-Lösungen von Pharma und Life-Sciences-Unternehmen aus. Das ist eine echte Effizienzbremse.

Die Branche braucht neue Standardlösungen

Wer dem entkommen will, der sollte sich auf dem Markt nach modernen Cloud-nativen Lösungen umschauen, die – ganz wichtig! – von Beginn an und ohne Individualisierungsaufwand all die Prozesse und Funktionen mitbringen, die die Pharma und Life-Sciences-Industrie braucht. Plattformen also, in denen bereits alles Notwendige steckt. Sie reduzieren gegenüber generischen Systemen nicht nur den Aufwand bei Planung und Implementierung der neuen ERP-Umgebung; sie senken auch dauerhaft die Betriebskosten und entlasten die interne, notorisch überlastete IT-Abteilung.

Zugegeben, es gibt derzeit nicht viele Lösungen, die das leisten. Zumal noch wichtige Aspekte wie die Integration in die übergeordnete Unternehmens-IT – vom Finanzwesen bis hin zu Office-Anwendungen – und ausreichende Verfügbarkeit von Experten-Know-how im Markt hinzukommen. Ein Blick auf die Branchenlösung „AX for Pharma“ des gleichnamigen US-amerikanischen Softwareunternehmens lohnt sich jedoch auf alle Fälle.

Die gesamte Prozess- und Wertschöpfungskette in einem System

AX for Pharma setzt auf Microsoft Dynamics 365 (D365) auf, nutzt also ein bewährtes und weit verbreitetes ERP-Fundament, das man standardmäßig um alle branchenspezifischen Notwendigkeiten für Pharma und Life-Sciences-Unternehmen erweitert hat – von betriebswirtschaftlichen Aspekten über Produktion, Dokumentation bis hin zur klinischen Erprobung. Hier haben Pharma-Profis all ihre Erfahrung hineingesteckt und entwickeln natürlich laufend weiter.

Folgende Funktionen und Prozesse bringt AX for Pharma schon im Standard mit:

Digitales Qualitätsmanagement – unter anderem mit Tools für Qualitätsaufträge, Stichprobenpläne, reduziertes Testen, Stabilitätsstudien oder Analyse-/Konformitätszertifikate.

Manufacturing Execution System (MES) – um beispielsweise das Wiegen und Dosieren über integrierte Waagen mit seriellen Anschlüssen zu automatisieren und zu dokumentieren.

Instandhaltung von Anlagen gemäß Good Manufacturing Practice (GMP) – vollständig integriert in D365 und die gesamte Microsoft-Landschaft, um Produktionsanlagen, Maschinen, Instrumente oder Waagen zu überwachen und rechtzeitig zu warten.

Einhaltung von GxP-Richtlinien – damit sämtliche internationalen Regularien immer und nachweisbar eingehalten werden. GMP-relevante Prozesse wie der Status von Chargen oder Qualitätskontrollen lassen sich übersichtlich verfolgen.

Digitale Lagerverwaltung – speziell entwickelt, um die Anforderungen hochregulierter logistischer Prozesse zu unterstützen; für stabile Lieferketten und maximale Effizienz der Lager- und Beschaffungslogistik.

Dies sind nur einige Beispiele für den Funktionsumfang, den Pharma und Life-Sciences-Unternehmen von einer modernen ERP-Lösung erwarten können. Alles, was branchenüblich ist, sollte standardmäßig enthalten sein, um die Notwendigkeit von individuellen Anpassungen möglichst ganz zu eliminieren.

Chance für Modernisierung, digitale Transformation und mehr Effizienz

Standard? Heißt das, dass Unternehmen, die diesen Weg gehen, ihre Prozesse umstellen müssen? Ja, so ist es. Allerdings ist das kein Grund zur Sorge, im Gegenteil. Schließlich sprechen wir von Konstruktionen, die über die Jahre zu komplex geworden sind und ohnehin dringend überarbeitet werden müssen. Und wir sprechen über AX for Pharma und damit über eine Software, die bewährte Vorlagen bereits mitbringt, so dass ein allzu aufwendiges Prozess-Design auf der grünen Wiese entfällt. Wer den Standard akzeptiert, kann innerhalb dieses Rahmens mit großer Freiheit und maximaler Effizienz arbeiten. So wird aus einem vordergründig reinen IT-Projekt schließlich ein Modernisierungs- und Digitalisierungsprojekt für das gesamte Unternehmen. Denn neben den bereits genannten Vorzügen ist all dies die Voraussetzung für eine erfolgreiche digitale Transformation – mit unternehmensweiten Datenflüssen über alle Plattformen und Systeme hinweg. Dies ist übrigens auch ein Aspekt, der AX for Pharma aus meiner Sicht gegenüber den wenigen anderen Lösungen auf dem Markt so interessant macht: die nahtlose Integration in das Microsoft-Ökosystem, vor allem in die Office-Welt mit Teams, Word, Sharepoint, Excel etc. – und mit Schnittstellen zu allen wichtigen Softwareplattformen anderer Hersteller.

Cloud macht glücklich

Es gibt Stimmen, die behaupten, Cloud-Lösungen seien im Rahmen der geltenden Regulatorik überhaupt nicht validierbar. AX for Pharma beweist das Gegenteil und ist damit im Sinne seiner Kunden sehr erfolgreich. Denn was bedeutet es, wenn sich Unternehmen unter das Dach eines bewährten Standards begeben und Software nicht mehr im Rechenzentrum betreiben, sondern aus der Steckdose beziehen? Sie sparen Kapazitäten, können alte Server abschaffen und reduzieren Energieverbrauch und ihren ökologischen Fußabdruck. Sie sind in der Lage, Management, Service und Support leicht an einen externen Dienstleister auszulagern oder bestehende Service Provider auszutauschen, weil sich Standardlösungen ohne internes „Geheimwissen“ managen lassen. Sie müssen bei neuen Softwareversionen nicht selbst aufwendig testen, ob neue Releases Auswirkungen auf ihre Installation haben, weil dies der Softwareanbieter, in diesem Fall AX for Pharma, für sie übernimmt. Insofern bringt eine Modernisierung der ERP-Landschaft Pharma und Life-Sciences-Unternehmen nicht nur bessere Performance, sondern ein gehöriges Maß an Handlungsspielraum und Entscheidungsfreiheit.

Es funktioniert wirklich

Kürzlich habe ich übrigens mit Andrea Ruosi, dem CEO von AX for Pharma, gesprochen: Keine einzige Codezeile hätte sein Unternehmen bei den letzten drei Projekten mit US-amerikanischen Pharmaunternehmen verändern müssen. Einhundert Prozent Standard. Das ist bemerkenswert und zeigt, was moderne Cloud-Software kann, wenn sie von Profis gemacht wird. Und sollten am Ende eines Projekts doch ein paar wenige Anpassungen nötig sein, dann ist das immer noch weit entfernt von der Realität, aus der wir kommen.

Dies ist der erste Teil einer neuen Blogserie rund um die Modernisierung der ERP-Systeme in der Pharma und Life-Sciences-Industrie. In den folgenden Beiträgen erläutern wir unter anderem, was Unternehmen der Branche tun können, um ein resilientes Liefernetz aufzubauen, und wir schauen uns die Implementierung einer Lösung wie AX for Pharma im Detail an.

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