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Angela Salmeron

Artikel von

Angela Salmeron

Die digitale Belegschaft im Zeitalter der kognitiven Unternehmen

Die Art und Weise, wie wir arbeiten, verändert sich grundlegend, und die aktuelle Krise hat den Übergang zu einer digitalen Zukunft beschleunigt. Der Aufstieg des „digitalen Mitarbeiters“ ist ein bemerkenswertes Beispiel.

IDC prognostiziert, dass bis 2025 40 % der G2000-Unternehmen ihre Mitarbeiter um digitale Mitarbeiter – auf der Basis von künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen (ML), Robotik und intelligenter Prozessautomatisierung (IPA) – ergänzen werden. Diese digitalen Mitarbeiter sind dafür ausgelegt, große Ökosysteme zu bewältigen und zu verwalten und komplexe unternehmensübergreifende Interaktionen durchzuführen.

Die Zukunft der Arbeit hängt von der KI-Unterstützung ab

Digitale Mitarbeiter sind im neuen kognitiven Unternehmen dringend erforderlich. Die Volatilität, Geschwindigkeit und Komplexität der heutigen Geschäftstätigkeit hat Bedingungen geschaffen, die durch menschliche Arbeit allein nicht optimal bewältigt werden können. Digitale Mitarbeiter werden zunehmend eingesetzt, um entweder wiederkehrende Aufgaben mithilfe von KI/ML-Modellen auszuführen oder die Handlungsfähigkeit der Mitarbeiter zu verbessern.

Digitale Mitarbeiter werden eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Modellen zur Entscheidungsfindung für geschäftliche Agilität und Resilienz spielen. Sie können große Datenmengen erfassen, schnelle Szenarioanalysen und Prognosen durchführen und Mitarbeiter bei der Planung unterstützen.

Das ist erst der Anfang des kognitiven Unternehmens. Die meisten Unternehmen leiden in allen Geschäftsbereichen unter einem mangelhaften Wissensmanagement. Digitale Mitarbeiter können Datensilos und Entscheidungssilos überbrücken und dabei helfen, im großen Stil echte Signale von Fehlsignalen zu unterscheiden.

Verbesserte Beziehung zwischen Mensch und digitalem Mitarbeiter

Über die Auswirkungen auf das kognitive Unternehmen hinaus werden digitale Mitarbeiter Seite an Seite mit menschlichen Mitarbeitern arbeiten, ihre Fähigkeiten ergänzen und Aufgaben automatisieren. IDC geht davon aus, dass der Beitrag digitaler Mitarbeiter bis Ende 2021 um 35 % zunehmen wird, da mehr Aufgaben automatisiert und durch Technologien wie KI, Robotik, AR/VR und intelligente Prozessautomatisierung ergänzt werden. In Zukunft wird die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine Synergien schaffen, die wir uns heute nicht vorstellen können.

Änderungsmanagement und Kultur bleiben entscheidend

Digitale Mitarbeiter werden integrale Begleiter im Arbeitsleben sein, aber auch Game Changer in der Geschäftswelt. Führungsteams müssen die Einführung dieser Technologie umsichtig mit den richtigen Strategien für Mitarbeiter und das Änderungsmanagement einschließlich Governance, Fähigkeiten, Ethik und kultureller Veränderungen in Einklang bringen. Die Einführung digitaler Mitarbeiter und intelligenter Technologien im Allgemeinen wird die Sichtweise der Unternehmen auf ihre Arbeitsmodelle beeinflussen. Laut IDC-Umfragen werden intelligente und Automatisierungstechnologien die Mitarbeiter wahrscheinlich eher ergänzen statt ersetzen, wie die folgende Tabelle zeigt.

Die Einführung digitaler Mitarbeiter und intelligenter Technologien im Allgemeinen wird die Sichtweise der Unternehmen auf ihre Arbeitsmodelle beeinflussen. Laut IDC-Umfragen werden intelligente und Automatisierungstechnologien die Mitarbeiter wahrscheinlich eher ergänzen statt ersetzen, wie die folgende Tabelle zeigt.

Es gibt jedoch regionale Unterschiede:

  • In den USA schulen 65 % der Unternehmen ihre Mitarbeiter um oder planen entsprechende Umschulungsmaßnahmen, statt Positionen zu eliminieren (13 %).
  • In Europa ergänzen intelligente Technologien zwar in der Hälfte der Unternehmen (51 %) die Mitarbeiter, erhöhen aber auch die Wahrscheinlichkeit von Entlassungen (26 %).

Impact of intelligent technologies on employees

IDC ist überzeugt, dass die Umschulung und Entwicklung der Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung für Organisationen sind, um in der digitalen Welt zu überleben und erfolgreich zu sein. In Europa werden die Unternehmen bis 2025 z. B. Einnahmen in Höhe von 229 Milliarden US-Dollar einbüßen, wenn sie ihre digitale Qualifikationslücke nicht schließen.

Die Zusammenarbeit mit intelligenten Systemen wird einen langen Lernprozess für die menschlichen Mitarbeiter mit sich bringen. So müssen sie beispielsweise lernen, bei der Zusammenarbeit mit digitalen Mitarbeitern menschliches Urteilsvermögen anzuwenden, um potenzielle Vorurteile und Abweichungen von einem akzeptierten Ergebnis zu vermeiden und relevante Governance-Frameworks und -Richtlinien einzuhalten.

Intelligente Investitionen in intelligente Mitarbeiter

Intelligente digitale Mitarbeiter sind eine überzeugende Lösung, allerdings müssen Investitionen in diese Technologie auf einem soliden Geschäftsszenario beruhen. Angesichts der Tatsache, dass die Unternehmen einen schnellen ROI und eine schnelle Wertschöpfung anstreben, ist es keine Überraschung, dass sie sich in erster Linie auf die Automatisierung kundenorientierter Geschäftsfunktionen konzentrieren, darunter laut IDC Marketing (79 %), Kundendienst und Support (75 %) sowie Vertrieb (75 %). Dieser kundenzentrierte Investitionsansatz ist auf die Optimierung der geschäftsrelevanten Funktionen abgestellt. Diese intelligenten Begleiter werden schon bald in unserem Arbeitsalltag unverzichtbar sein. Wie bei menschlichen Mitarbeitern werden auch die Fähigkeiten und geschäftlichen Auswirkungen von digitalen Mitarbeitern erfasst.

Die Wahl des richtigen IT-Partners mit einschlägiger Technologiekompetenz, umfassenden Lebenszyklusdiensten und fundiertem Geschäftssinn ist für den Erfolg bei der Bereitstellung digitaler Mitarbeiter von entscheidender Bedeutung.

Über Angela Salmeron

Angela Salmeron

Associate Research Director, European Future of Work bei IDC. Angela Salmeron verfügt über mehr als 10 Jahre Erfahrung in der IKT-Branche und ist derzeit Associate Research Director des europäischen Forschungsdienstes Future of Work von IDC mit Sitz in London. In dieser Rolle berichtet sie über wichtige Technologietrends zur Zukunft der Arbeit, beispielsweise über den digitalen Arbeitsplatz, Sicherheit und Vertrauen, kollaborative Plattformen und Augmented Worker.

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